217. Jesu, meine freude

1 Jesu, meine freude,
Ich und du, wir beyde
sind nunmehr vereint.
Weg ist alle sünde:
Mir, als seinem kinde
Ist Gott nicht mehr feind:
Denn dien blut
Macht alles gut,
Diß und deinen leib darneben,
Hast du mir gegeben.

2 Jesu, meine wonne!
Gottes gnaden-sonne,
Leuchtet nun um mich.
Nun ist mein gewisen
Aus der angst gerissen;
Du erquickest mich.
Ach gib doch,
Daß öfters noch
Mich dein nachtmahl speiß und tränke,
Und ich dein gedenke.

3 Jesu, du mein leben1
Du bleibst mir ergeben,
Denn dein wort verspricts.
Wenn ich dich nur habe,
Dich, du theure geba,
Weiter mag ich nichts,
Du bist mein,
Und ich bin dein;
Ach! ich kan den trost der seelen
Nicht genug erzählen.

4 Jesu, meine liebe!
Nichts ist das mich trübe,
Oder traurig macht.
Deine Süsse güte
Labet mein gemüthe,
Daß das herze lacht.
Auch dein creutz
Wird beyderseits
Nich und dich in allem leiden
Nie vonander scheiden.

5 Jesu, du mein segen!
Nichts soll mich bewegen,
Was der elt gefüallt.
Ob sie geid und schätze,
Oder strick und netze
Wir vor angen stellt,
Dennoch soll
Kein weh und wohl,
Auch kein teufel mit den glauben,
Der dich fasset, tauben.

7 Jesu, meine krone!
Ach vor deinem throne
Werd ich ewig stehn:
Wirds denn nicht bald werden,
Daß ich von der erden
Kan in himmel gehn?
Schließ den auf,
Und nim mich auf.
Heute wünsch ich diesem leben
Gute nacht zu geben.

Text Information
First Line: Jesu, meine freude
Language: German
Publication Date: 1826
Topic: Vom heiligen Abendmahl; The Lord's Supper
Notes: Mel. Jesu, meine freude.
Tune Information
(No tune information)



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