25. O Tod, wo ist dein Stachel nun?

1 O Tod, wo ist dein Stachel nun?
Wo ist dein Sieg, o Hölle?
Was kann uns jetzt der Teufel tun,
wie grausam er sich stelle?
Gott sei gedankt, der uns den Sieg
so herrlich hat nach diesem Krieg
durch Jesum Christ gegeben!

2 Wie sträubte sich die alte Schlang',
da Christus mit ihr kämpfte!
Mit List und Macht sie auf ihn drang,
jedennoch er sie dämpfte.
Ob sie ihn in die Ferse sticht,
so sieget sie doch darum nicht,
der Kopf ist ihr zertreten.

3 Lebendig Christus kommt herfür,
den Feind nimmt er gefangen,
zerbricht der Höllen Schloß und Tür,
trägt weg den Raub mit Prangen.
Nichts ist, das in dem Siegeslauf
den starken Held kann halten auf;
all's liegt da überwinden.

4 Des Todes Gift, der Hölle Pest
ist unser Heiland worden.
Wenn Satan auch noch ungern läßt
vom Wüten und vom Morden,
und, da er sonst nichts schaffen kann,
nur Tag und Nacht uns klaget an,
so ist er doch verworfen.

5 Des Herren Rechte die behält
den Sieg und ist erhöhet;
des Herren Rechte mächtig fällt,
was ihr entgegenstehet.
Tod, Teufel, Höll', und alle Feind'
durch Christi Sieg gedämpfet seind,
ihr Zorn ist kraftlos worden.

6 Es war getödtet Jesus Christ,
und sieh, er lebet wieder.
Weil nun das Haupt erstanden ist,
stehn wir auch auf, die Glieder.
So Jemand Christi Worten gläubt,
im Tod und Grabe der nicht bleibt;
er lebt, ob er gleich stirbet.

10 O Tod, wo ist dein Stachel nun?
Wo ist dein Sieg, o Hölle?
Was kann uns jetzt der Teufel tun,
wie grausam er sich stelle?
Gott sei gedankt, der uns den Sieg
so herrlich hat in diesem Krieg
durch Jesum Christ gegeben?

Text Information
First Line: O Tod, wo ist dein Stachel nun?
Alterer: Justus Gesenius, 1601-1673
Author: Georg Weißel
Language: German
Publication Date: 1940
Notes: Mel. Es ist das Heil uns kommen her
Tune Information
(No tune information)



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