Ach, Herr! wie billig schäm ich mich

Ach, Herr! wie billig schäm ich mich

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Representative Text

1 Ach, Herr! wie billig schäm ich mich!
wann ich bedenk an mich und dich;
wann ich betracht nebst meiner Schuld,
Herr! deine Langmuth und Gedult!

2 Wie hat mir nicht die Eitelkeit,
geraubt so manche schöne Zeit?
Wie hat der Thoren Narren-Lust,
so oft gewählt in meiner Brust.

3 Die Zungen-Sünden allermeist,
beflecken wie du Jesus weist;
wie manch unnützes Wort ist mir,
gegangen durch des Mundes Thür.

4 Wie kan der Lippen Opfer rein,
in unbeschnitt'nen Lippen seyn:
Mein theurer Immanuel,
du kennest meine arme Seel.

5 Vor dir bekennt der Lippen Paar,
daß sonst nichts gutes in mir war,
als deine edle Gnaden-Fluth,
aus deinem reinen Herzens-Blut.

6 Dein Creutz und deiner Dornen-Kron,
dein Geisel-Striemen Spott und Hohn,
die haben mich vom Schlaf erweckt,
als ich im Sünden-Schlamm gesteckt.

7 Nun küß ich deine Nägel-Mahl,
und deine Wunden ohne Zahl;
von aus und innen littest du,
O Jesu! meiner Seelen-Ruh!

8 Ach, Jesus! treib num selbst dein Wort,
in menem Herzen fort und fort,
durch deines Geistes Kraft herfür,
zu deiner Ehre nach Gebühr!

9 Versiegle gnädig Herz und Mund,
das nichtes wider deinen Bund,
in Herz und Mund gefunden werd,
so lang ich leben soll auf Erd!

10 Ja, da must mir nun ganz allein,
mein Herz und Mund, und alles seyn,
dann ausser dir und deiner Kraft,
wird nimmermehr nichts guts geschaft!

Text Information

First Line: Ach, Herr! wie billig schäm ich mich
Language: German
Publication Date: 1792
Notes: Mel: O starker Gott, o G.
Copyright: This text in in the public domain in the United States because it was published before 1923.

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Text

Die kleine Harfe #49

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