1 Die Nacht ist kommen,
drin wir ruhen sollen;
Gott walt's zu Frommen
nach seim Wohlgefallen,
daß wir uns legen,
in sein'm G'leit und Segen
der Ruh zu pflegen.
2 Treib, Herr, von uns fern
die unreinen Geister;
halt die Nachtwach gern,
sei selbst unser Schutzherr;
schirm Leib und Seel,
unter deinen Flügel;
send' uns dein Engel.
3 Laß uns einschlafen
mit guten Gedanken,
fröhlich aufwachen
und von dir nicht wanken.
Laß uns mit Züchten
unser Tun und Dichten
zu deim Preis richten.
4 Pfleg auch der Kranken
durch deiner Geliebten,
hilf den Gefangnen;
tröste die Betrübten;
pfleg auch der Kinder,
sei selbst ihr Vormünder,
des Feinds Neid hinder.
5 Vater, dein Name
werd von uns gepreiset,
dein Reich zukomme,
dein Will wer beweiset,
frist unser Leben,
wollst die Schuld vergeben,
erlös uns. Amen.
Source: Evangelisches Gesangbuch (Bayern, Mitteldeutschland, Thüringen): Antwort finden in alten und neuen Liedern, in Worten zum Nachdenken und Beten #471