Gott will's machen

Representative Text

1 Gott will's machen,
daß die Sachen
gehen, wie es heilsam ist.
Laß die Wellen
sich verstellen,
wenn du nur bei Jesu bist.

2 Wer sich kränket,
weil er danket
Jesus liege in dem Schlaf,
wird mit Klagen,
nur sich plagen,
daß der Unglaub leide Straf.

3 Du Verächter,
Gott, dein Wächter,
schläfet ja noch schlummert nicht.
Zu den Höhen
auf zusehen,
wäre deines Glaubens pflicht.

4 Im Verweisen
und im Eilen
bleibt er stets ein Vaterherz
laß dein Weinen
bitter scheinen,
dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz.

5 Glaub nur feste,
Daß das Beste
über dich beschlossen sei,
Wann dein Wille
nur ist stille;
wirst du von dem Kummer frei.

6 Laß dir süße
sein die küsse,
die dir Jesus Ruthe giebt.
Der sie führet
und regieret,
hat nie ohne Frucht betrübt.

7 Willst du wanken
in Gedanken;
fall in die Gelassenheit.
Laß den sorgen,
der auch morgen
Herr ist über Leid und Freud.

8 Gottes Hände
sind ohn Ende,
sein Vermögen hat kein Ziel.
Ist's beschwerlich,
scheint's gefährlich;
deinem Gott ist nichts zu viel.

9 Seine Wunder
sind der Zunder,
da der Glaube Funken fängt.
Alle Thaten
sind gerathen
jedesmal, wie er's verhängt.

10 Wenn die Stunden
sich gefunden,
bricht die Hülf mit macht herein;
und dein Grämen
zu beschämen,
wird es unversehens sein.

11 Eignen Willen
zu erfüllen,
leidet sich's noch ziemlich wohl:
da ist Plage,
Noth und Klage,
wo man leiden muß und soll.

12 Drum wohl denen,
die sich sehnen
nach der stillen Willensruh:
auf das Wollen
fällt dem Sollen
die Vollbringungskraft bald zu.

13 Mehr zu preisen
sind die Weisen,
die schon in der Uebung stehn:
die das Leiden
und die Freuden
nur mit Hiobs Aug ansehn.

14 Nun, so trage
deine Plage
fein getrost und mit Geduld.
Wer das Leiden
will vermeiden,
häufet seine Sündenschuld.

15 Die da weichen
und das Zeichen
ihres Bräutigams verschmähn,
müssen laufen
zu den Haufen,
die zur linken Seiten stehn.

16 Aber denen,
die mit Thränen
küssen ihres Jesu Joch,
wird die krone
auf dem Throne,
ihres Heilands werden noch.

17 Amen, Amen!
in der Namen
meines Jesu halt ich still;
es geschehe
und ergehe,
wie und wann und was er will.


Source: Evang.-Lutherisches Gesangbuch #515

Author: J. D. Hernschmidt

Herrnschmidt, Johann Daniel, was born April 11, 1675, at Bopfingen, in Württemberg, where his father, G. A. Herrnschmidt, was from 1673-1702 diaconus, and 1702-1714 Town preacher. He entered the University of Altdorf in 1696 (M.A. 1698), and in the autumn of 1698 went to Halle. In the spring of 1702 he became assistant to his father, and in July, 1702, Heifer at the Town church. In 1712 he became superintendent, court preacher and consistorialrath at Idstein, and in the same year graduated D.D. at Halle. He was finally, in 1715, appointed Professor of Theology at Halle, and in 1716 also sub-director of the Orphanage and the Padagogium there. He died at Halle, Feb. 5, 1723 (Koch, iv. 349-354, 569, &c). He was one of the best hymnwriters of… Go to person page >

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First Line: Gott will's machen
Author: J. D. Hernschmidt
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