Gott will's machen, dass die Sachen

Gott will's machen, dass die Sachen

Author: J. D. Hernschmidt
Tune: [Gott will's machen, dass die Sachen]
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1 Gott's wills machen,
Daß die sachen,
Gehen, wie es heilsam ist.
Laß die wellen
Sich verstellen,
Wenn du nur bey Jesus bist.

2 Wer sich kränket,
Weil er danket
Jesus liege in dem schlaf,
Wird mit klagen,
Nur sich plagen,
Daß der unglaub leide straf.

3 Du verächter,
Gott, dein wächter,
Schläfet ja noch schlummert nicht.
Zu den höhen
Auf zusehen,
Wäre deines glaubens pflicht.

4 Im verweisen
Und im eilen
Hat er stets ein vaterherz;
Laß dein weinen
Bitter scheine,
Dein schmerz ist ihm auch ein schmerz.

5 Glaub nur veste,
Daß das beste
Ueber dich beschlossen sey,
Wann dein wille
Nur ist stille;
Wirst du von dem kummer frey.

6 Laß dir süsse
Seyn die küsse,
Die dir Jesus ruthe gibt:
Der sie führet und regieret,
Hat nie ohne frucht betrübt.

7 Willst du wanken
In gedanken;
Fall in die gelassenheit.
Laß den sorgen,
Der auch morgen
Herr ist über leid und freud.

8 Gottes hände
Sind ohn ende,
Sein vermögen hat kein ziel.
Ists beschwerlich,
Scheints gefährlich;
Deinem Gott ist nichts zu viel.

9 Seine wunder
sind der zunder,
Da der glaube sunken fängt.
Alle thaten
Sind gerathen
Jedesmal, wie ers verhängt.

10 Eignen willen
Zu erfüllen,
Leidet sichs noch ziemlich wohl:
Da ist plage,
Noth und klage,
Wo man leiden muß und soll.

12 Drum wohl denen,
Die sich sehnen
Nach der stillen willensruh!
Auf das wollen
Fällt dem sollen
Die vollbringungst-kraft bald zu.

13 Mehr zu preisen
Sind die weisen,
Die schon in der übung siehn:
Die das leiden
Und di freuden
Nur mit Hiobs aug an sehn.

14 Nun so trage
Deine plage
Fein getrost und mir geduld;
Wer das leiden will vermeiden,
Häufet seine sündenschuld.

15 Die da weichen,
Und da zeichen
Ihres bräutigams verschmähn,
Müssen laufen
Zu den haufen,
Die zur linken seiten stehn.

16 Aber denen,
Die mit thränen
Rüssen ihres Jesu joch,
Wird die krone
Auf dem throne,
Ihres Heilands werden noch.

17 Amen, amen,
In der namen
Meines Jesu halt ich still:
Es geschehe
Und ergehe,
Wie, und wenn, und was er will.



Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #390

Author: J. D. Hernschmidt

Herrnschmidt, Johann Daniel, was born April 11, 1675, at Bopfingen, in Württemberg, where his father, G. A. Herrnschmidt, was from 1673-1702 diaconus, and 1702-1714 Town preacher. He entered the University of Altdorf in 1696 (M.A. 1698), and in the autumn of 1698 went to Halle. In the spring of 1702 he became assistant to his father, and in July, 1702, Heifer at the Town church. In 1712 he became superintendent, court preacher and consistorialrath at Idstein, and in the same year graduated D.D. at Halle. He was finally, in 1715, appointed Professor of Theology at Halle, and in 1716 also sub-director of the Orphanage and the Padagogium there. He died at Halle, Feb. 5, 1723 (Koch, iv. 349-354, 569, &c). He was one of the best hymnwriters of… Go to person page >

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First Line: Gott will's machen, dass die Sachen
Author: J. D. Hernschmidt
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