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Harry Plantinga

Heil'ger Vater, du begehrest

Heil'ger Vater, du begehrest

Author: J. Fabricius
Published in 6 hymnals

Representative Text

1 Heilger Vater! du begehrest
Keuschheit, Zucht und Heiligkeit;
du verbietest und verwehrest
Unzucht und Unreinigkeit.
Ach, ich steh durch Jesum Christ,
der mein Seelenbräutigam ist,
der mich von der Welt erwählet,
sich in Treu mit mir vermählet:

2 Gieb, daß ich an Seel und Leibe,
innerlich und äußerlich,
heilig, keusch und rein verbleibe.
Deine Gnade stärke mich,
das so Leib als Seele rein,
und befreit von Wollust sein:
ja, laß Herr! mich Alles fliehen,
was mich kann zur Wollust ziehen.

3 Tilg in mir unkeusche Triebe,
tödte das verderbte Fleisch;
gieb mir deine Furcht und Liebe,
dadurch mach mich rein und keusch.
Unterbrich der Lüste Lauf,
zieh mein Herz zu dir hinauf,
das es nicht am Eitlen klebe,
sich der Wollust nicht ergebe.

4 Gott der Gnaden, ach! ergieße
deinen Gnadenstrom auf mich,
daß er in meine Herze fließe:
dadurch lösche gnädiglich
jeden Funken böser Lust,
daß er niemals meine Brust
zu der dir verhäßten Sünde
der Unreinigkeit entzünde.

5 Meine Seel ist deinem Bilde
gleich gemacht, und doch geschätzt:
dein Sohn hat sein Blut so milde
für sie sterbend zugesetzt.
Drummein Vater! thät ich ja
dir und Christo viel zu nah,
wenn ich unkeusch leben wollte,
und dein Bild so schänden sollte.

6 Christus wohnet durch den Glauben
selbst in mir; sein heilger Geist
lässet sich mein Herz nicht rauben,
das er seinen Tempel heißt.
Darum steht er mir auch bei,
daß sein Tempel heilig sei,
daß ich ihm an Seel und Leibe
keusch und rein geheiligt bleibe.

7 wer unrein, kann Gott nicht sehen,
denn Gott ist das reinste Licht.
Der kann nicht vor ihm bestehen,
dem die Reinigkeit gebricht.
Soll mich nun der helle Schein
deines Angesichts erfreun;
Herr! so rein'ge Geist und Glieder,
mach mir böse Lust zuwider.

8 Gottes Geist wird schon betrübet
durch ein einzig schandbar Wort;
und wer sich in Lüsten übet,
treibt ihn völlig von sich fort.
Wollust machet Sorg und Gram,
bringet uns in Schand un dScham.
Die in solchen Sünden sterben,
kömmen nie dein Reich ererben.

9 Darum, Herr der reinen Schaaren!
laß mir deines Geistes Kraft,
und die Gnade widerfahren,
die ein reines Herze schafft.
Mache mir, o Herzensgast!
die Unreinigkeit verhaßt.
Auch entziehe nich der Zeiten
sündlichen Gelegenheiten.

10 Laß mich alle Unzucht meiden,
alle Sündenwerke fliehn,
keine Brunst im Herzen leiden,
mich ganz rein zu sein bemühn.
Denn du willst ja nicht allen,
daß nur Leib und Glieder rein;
sondern daß auch Geist und Seele
Christi keusches Vorbild wähle.

11 Kreuz'ge meines Fleisches Lüste,
und was sonst mein Herz befleckt,
als wofür du, Jesu Christe!
Tod und Höllenqual geschmeckt.
Treib, was unkeusch, ganz von mir,
daß ich Leib und Seele dir
als dein Heiligthum bewahre
und zu dir in Frieden fahre.



Source: Evang.-Lutherisches Gesangbuch #520

Author: J. Fabricius

Fabricius, Jacob, a chaplain in the army of Gustavus Adolphus, was born in 1593, and died in 1654. There is some doubt as to the authorship of the hymn here credited to him. Some hymnologists have attributed it to Johann Michael Altenburg (1584-1640), a preacher, teacher, and musician of Erfurt, and others attribute it to Gustavus Adolphus. "Fear not, O little flock, the foe." 445 Hymn Writers of the Church, 1911 by Charles Nutter… Go to person page >

Text Information

First Line: Heil'ger Vater, du begehrest
Author: J. Fabricius
Language: German
Copyright: Public Domain

Timeline

Instances

Instances (1 - 6 of 6)
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Das Geistliche Saitenspiel #283

Text

Evang.-Lutherisches Gesangbuch #520

Wolga Gesangbuch . . . der deutschen evangelischen Kolonien an den Wolga ... #d254

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