Mit Zittern denk' ich an die Nacht

Mit Zittern denk' ich an die Nacht

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Representative Text

1 Mit zittern denk ich an die nacht,
Die an des ölbergs füßen
Du, Gottversöhner, durchgewacht,
Für mein Schuld zu büßen.
O bange nacht! ohn' alles licht,
Voll schrecken Gottes, voll gericht
Des eisernden Jehovah!

2 Angst fasset dich und Todesnoth
Und du fängt an zu zittern,
Du bist betrübt bis in den Tod!
Was kann dich, held, erschüttern?
Doch liegst du auf dem Angesicht,
Und flehst: laß Vater, laß mich nicht,
Ach, diesen Kelch nicht trinken!

3 Gebeut der stunde, daß vor mir
Sie doch vorüber gehe!
Doch nicht, was ich will, was von dir
Beschlossen ist, geschehe!
Die stimme deines Betens steigt
Zu Gott hinauf: Gott aber schweigt,
Und läßt den Kelch dich trinken.

4 Zwar suchst du ruhe nach dem streit
Im Anblick deiner Brüder,
Doch drücken schlaf und Traurigkeit
Ihr müdes Auge nieder.
Mit unsrer sündenschuld und lein
Stehst du belastet, und allein,
Vor Gottes zorngerichte.

5 Du wirst dich nieder in den staub,
Den zornkeich wegzubeten;
Roch sind des Richters ohren taub,
Vergeblich scheint dein beten
Du suchst bey deinen Jüngern ruh;
Roch schließt der schlaf ihr aug, und du,
Du bist noch im gerichte!

6 Noch bist du bis zum Tod betrübt,
Und wiederholst mit zagen
Dem Vater, der dich stets geliebt,
Des herzens bange klagen:
Und Gott ruft seinem Engel: geh,
Und stärk in seinem tiefen weh
Den mann, der mich versöhnet.

7 Der zorn des Herrn brennt um mich her,
Und heiß sind deine quaglen,
Er brennt, brennt immer heftiger,
Und heiffer sind die Quallen.
Ach bänger fleh'st du, fühlst die wuth
Des Todes mehr, du schwitzest Blut,
Dein Blut Triest auf die erde.

8 O menschen betet an! der Herr
Ist heilig, und ein Rächer!
Sein zürnen trägt kein endlicher!
Erschreckt und bebt, Verbrecher
Und betet Jesum an! er trug,
Als ihn der Eifers Allmacht schlug,
An eurer statt zu zürnen.

9 Breis, Jesu! dir, und ew'ger dank,
Bersöhner aller Sünder,
Der für uns mit dem Tode rang,
Der höllenüberwinder!
Laß uns durch dich im glauben rein,
Stets heilig und dein eigen sein,
Dir leben und dir sterben!


Source: Das Gemeinschaftliche Gesangbuch: zum gottesdienstlichen Gebrauch der Lutherischen und Reformirten Gemeinden in Nord-America. (1st.. Aufl) #76

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First Line: Mit Zittern denk' ich an die Nacht

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Das Gemeinschaftliche Gesangbuch: zum gottesdienstlichen Gebrauch der Lutherischen und Reformirten Gemeinden in Nord-America. (1st.. Aufl) #76

Evangelische Lieder-Sammlung #d240

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