1 O allerhöchster menschen-hüter
Du unbegreiflich höchstes gut!
Ich will die opfern herz und muth:
Stimmt na mit mir, gedenkt der güter,
All ihr gemüther.
2 Herr! deiner kraft ich nur zuschreibe
Daß ich noch othem schöpfen kan
Du nimst dich meiner gnädig an
Du Vater-herz! mich nicht vertreibe,
Heut bey mir bleibe.
3 Israels Gott! da ist mein wille
Der sich dir willig unter giebt
Dich über alles gerne liebt
Das ist meine wunsch in früher stille
O gnadenfülle!
4 Dein angesicht mich heilig leite,
Dein auge kräftig auf mich feh,
Ich reise, geh sitzt oder steh,
Mich zu der ewigkeit begleite;
Herr! mich bereite.
5 Laß sell und leb, so du gegeben,
Stets seyn in deiner furcht bereit,
Als wassen der gerechtigkeit,
Auch in dem tod dir anzukleben,
O seelen-leben!
6 Gesegne mich auf meine wegen,
Mein thun und lassen lenke du,
In unruh bleibe meine ruh,
Bis ich zuletzt mich werde legen
In fried und segen.
Neander, Joachim, was born at Bremen, in 1650, as the eldest child of the marriage of Johann Joachim Neander and Catharina Knipping, which took place on Sept. 18, 1649, the father being then master of the Third Form in the Paedagogium at Bremen. The family name was originally Neumann (Newman) or Niemann, but the grandfather of the poet had assumed the Greek form of the name, i.e. Neander. After passing through the Paedagogium he entered himself as a student at the Gymnasium illustre (Academic Gymnasium) of Bremen in Oct. 1666. German student life in the 17th century was anything but refined, and Neander seems to have been as riotous and as fond of questionable pleasures as most of his fellows. In July 1670, Theodore Under-Eyck came to Breme… Go to person page >| First Line: | O allerhöchster Menschen-Hüter |
| Author: | Joachim Neander |
| Language: | German |
| Copyright: | Public Domain |
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