O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein bruder und geandenthron

O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein bruder und geandenthron

Author: Johann Heermann
Published in 5 hymnals

Representative Text

1. O Jesu, Jesu! Gottes Sohn,
Mein bruder und geandenthron,
Mein' höchste freud' und wonne!
Du weißest, daß ich rede wahr,
Vor dir ist alles sonnenklar,
Und klärer als die sonne,
Herzlich
Lieb' ich
Mit gefallen
Dich für allen:
Nichts auf erden
Kann und mag mir lieber werden.

2. Dies ist mein schmerz, dies kränket mich,
Daß ich nicht g'nug kann lieben dich,
Wie ich dich lieben wollte;
Je mehr ich lieb', je mehr ich find',
In liebe gegen dich entzünd't,
Daß ich dich lieben sollte.
Von dir
Laß mir
Deine güte
In's gemüthe
Lieblich fließen;
So wird sich die lieb' ergießen.

3. Durch deine kraft treff' ich das ziel,
Daß ich, so viel ich soll und will,
Dich all'zeit lieben könne.
Nichts auf der ganzen weiten welt,
Pracht. wollust, ehre, freud' und geld,
Wenn ich es recht besinne,
Kann mich
Ohn' dich
G'nugsam laben.
Ich muß haben
Reine liebe,
Die tröst't, wenn ich mich betrübe.

4. Denn wer dich liebt, den liebest du,
Schaffst seinem herzen fried' und ruh',
Erfreuest sein gewissen.
Es geh' auf erden, wie es will,
laß sein des kreuzes noch so viel,
Soll er doch dein genießen.
Endlich,
Ewig,
Nach dem liede,
Große freude
Wird es finden,
Alles trauren muß verschwinden.

5. Kein ohr hat jemals dies gehört,
Kein mensch gesehen, noch gelehrt,
Es läßt sich nicht beschreiben,
Was denen dort für herrlichkeit
Bei dir und von dir ist bereit,
Die in der liebe bleiben.
Gründlich
Läßt sich
Nicht erreichen,
Noch vergleichen
Der welt schätzen
Dies, was uns dort wird ergötzen.

6. Drum laß ich billig dies allein,
O Jesu! meine sorge sein,
Daß ich dich herzlich liebe,
Daß ich in dem, was dir gefällt,
Und mir kein klares wort vermeld't,
Aus liebe mich stets übe;
Bis ich
Endlich
Werd' abscheiden,
Und mit freuden
Zu dir kommen,
Aller trübsal ganz entnommen.

7. Da werd' ich deine süßigkeit,
Die jetzt berühmt ist weit und breit,
In reiner liebe schmecken,
Und sehn dein lieblich's angesicht,
Mit unverwandtem augenlicht,
Ohn' alle furcht und schrecken.
Reichlich
Werd' ich
Sein erquicket
Und geschmücket,
Vor dein'm throne,
Mit der schönsten himmelskrone.

Source: Kirchen-Gesangbuch: für Evangelisch-Lutherische Gemeinden #257

Author: Johann Heermann

Johann Heermann's (b. Raudten, Silesia, Austria, 1585; d. Lissa, Posen [now Poland], 1647) own suffering and family tragedy led him to meditate on Christ's undeserved suffering. The only surviving child of a poor furrier and his wife, Heermann fulfilled his mother's vow at his birth that, if he lived, he would become a pastor. Initially a teacher, Heermann became a minister in the Lutheran Church in Koben in 1611 but had to stop preaching in 1634 due to a severe throat infection. He retired in 1638. Much of his ministry took place during the Thirty Years' War. At times he had to flee for his life and on several occasions lost all his possessions. Although Heermann wrote many of his hymns and poems during these devastating times, his persona… Go to person page >

Text Information

First Line: O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein bruder und geandenthron
Author: Johann Heermann
Language: German
Publication Date: 1862
Copyright: This text in in the public domain in the United States because it was published before 1923.

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Gesangbuch der Evangelischen Kirche #364

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Gesangbuch mit Noten #297

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Gesangbuch mit Noten #297

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Kirchen-Gesangbuch #257

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