Wie sehnlich nimmt er Suender an

Wie sehnlich nimmt er Suender an

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1 Wie sehnlich nimt er sünder an.
Denn darum hat er selbst gelissen.
Und weil er sie nicht missen kan:
Hört man ihn gat die sünder bitten.
Weil sich kein herz so hertig sehtn,
Und nach dem heild der sünder stöhtn:
So wird man nicht nur angenommen,
Nein! seht, er eilt, zu uns zu kommen,
Daß man noch mehr behaupten kan,
Als: Jesus nimt die sünder an.

2 Ja, Jesus nimt die sünder an,
Und lockt und ruft mit süsser stimme.
Er steht und warnet jederman,
Bezeugt, daß Gottes eifer glimme.
O komt doch! ruft er tag und nacht,
Weil ihn die liebe brünstig macht.
Hier ist ein himmel voll erbarmen.
Wie zärtlich will ich euch umarmen!
Mein herz, das nun nicht anders kan,
Nimt euch mit tausend freudne an.

3 Ja, Jesus nimt die sünder an.
Er läuft, und sucht, und will sie finden.
Und wenn er nichts erlangen kan,
Kan doch sein durst noch nicht verschwinden!
So lang es nur noch heute heißt,
gebraucht er macht und wort und Geist,
Den todten sünder aufzuwecken;
Und stöhrt durch alle wilde hecken,
Bis er das wort vernehemen kan:
Komm! Jesus nimt die sünder an.

4 Ja, Jesus nimt die sünder an,
Er bleibt in seinen liebstsehnen.
Wenn er sie gar nicht lenken kan,
Vergießt er endlich bittre thränen.
Sie sterben seinem blut zur schmack
Er sieht mit nassen augen nach,
Und sefzt, wenn sie zu höllen fahren:
Ach, daß sie nicht zu retten waren!
Da sehn wir, daß man schwören kan:
Ja, Jesus nimt die sünder an.


Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #447

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