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1 Sichrer mensch, jetzt ist es zit,
Aufzusthen vom schlafe!
Nahe ist dir ewigkeit,
Nah ist lohn und strafe.
Hör, Gott spricht;
Säume nicht
Seinen ruf zu hören,
Und dich zu bekehren.
2 Noch weckt der posaunen scahll
Nicht die todten alle:
Noch bebt nicht der erdenball,
Nahe seinem falle;
Aber bald
Bald erschallt
Gottes ruf: zur erden
Sollst du wieder werden.
3 Kommt nun, ehe du's gedacht,
Unter sündenfreuden,
Deines lebens letzte nacht,
Was wirst du dann leiden!
Wenn dein herz
Von dem schmerz
Deiner schuld zerrissen,
Wird verzagen müssen.
4 Wenn vor deinem antlitz sich
Jede sünd enthüllet,
Wenn dann eine jede dich
Ganz mit graun erfüllet,
Dich nichts dann
Stärken kan,
Reine deiner freuden,
Was wirst du dann leiden.
5 Nach dem untergang wirst du
An des grabes stufen,
Bang um trost und seelenruh,
Dann vergebens rufen:
Rette, Gott,
Mich vom tod!
Rette noch im sterben
Mich vor dem verderben!
6 Noch, noch wandelst du allhier
Auf des lebens pfade;
Noch ist zur errettung dir
Nahe Jesu gnade;
Eil ihr zu,
Daß du ruh
Für dein herz empfindest,
Und vergebung findest.
| Text Information | |
|---|---|
| First Line: | Sichrer mensch, jetzt ist es zeit |
| Language: | German |
| Publication Date: | 1826 |
| Topic: | Zugabe; Miscellaneous; Erweckung (1 more...) |
| Notes: | Now Public Domain. Mel. Mache dich mein geist |