Ach sehet, welch ein mensch!

Ach sehet, welch ein mensch!

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Representative Text

1 Ach sehet, welch ein mensch!
Ach seht, was angst und schmerzen
Steht unser Jesus aus
Für uns in seinem herzen;
O schmerz, o grosse pein,
O marter, angst und noth!
O weh! mein Jesus ist
Betrübt bis in den tod.

2 Ach sehet, welch ein mensch!
Wie muß sich Jesus quälen!
Die schmerzen seiner seel,
Sind hie nicht zu erzählen:
Er trauret, zittert, zagt
Für grosser herzens, pein.
Ach! seht den jammer an,
Er muß des todes seyn.

3 Ach sehet, welch ein mensch!
Der mit dem tode ringet,
Seht, wie sein theures blut
Aus seinem leibe dringet,
Wie herzlich sthet er:
Ach Vater nim von mir
Den bittern creutzes-tod,
Wenn es gefället dir.

4 Ach sehet, welch ein mensch!
Der ganz und gar verlassen,
Den seine jünger selbst
Nun sangen an zu haffen.
Der böse Judas der
Verräth den Herren Christ
Mir einem falschen kuß,
O böse teufels-lift.

5 Ach sehet, welch ein mensch!
Der böses nie begangen,
Den greift man mit gewalt,
Den nimmer man gefangen
Gleich einem mörder, und
Führt ihn gebunden fort
Ins hohenpriesters haus,
Da hört man läfterwort.

6 Ach sehet, welch ein mensch!
Seht, wie sie den verklagen,
Der ganz unchuldig ist,
Von welchem niemand sagen
Kan eine missethat
Von dem wird ein geschrey,
Daß er, (der selbst ist Gott)
Ein gottes-läst'rer sey.

7 Ach sehet, welch ein mensch!
Ach seht die grossen plagen,
Die Jesus leiden muß,
Ach seht! er wird geschlaarn
Mit fäusten ins gesicht,
O schande, spatt, und hohn!
sie speyen isn gesicht
Dim wahren Gottes sohn.

8 Ach sehet, welch ein mensch!
Den man gebunden bringet,
In des landpfleters hasu,
Ach seht! wie auf ihn dringet
Der juden grau amkeit,
Sie rufen: creut'ge ihn,
Pilate! Barabam
Gib los, nim diesen hin.

9 Ach sehet, welch ein mensch!
O marter, angst und plagen!
Ach sehet, Jesus wird
Mit geisseln hart geschlagen,
Acht seht den blut'gen leib,
Ach seht die wunden an,
Ach seht, er wird gequält,
Daß er kaum leben kan.

10 Ach sehet, welch ein mensch!
Seht wie die bösen trotten
Den Herrn der herrlichkeit
Verhöhnen und verspotten,
Sie krönen ihm sein haupt
Mit einer der nen kron,
Und netgen sich vor ihm,
Aus lauter spott und hohn.

11 Ach sehet, welch ein mensch!
Ach lasset thränen fliessen,
Laßt rure augen sich
Gleich einer fluth ergiessen,
Ach seht das elend an,
Seht unser Herr und Gott,
Der Heiland trägt das creutz,
Zu seinem bittern tod.

12 Ach sehet, welch ein mensch!
O plagen über plagen!
Ach sehet, Jesus, Ach!
Wird an das creutz geschlagen:
Er ruft für grosser pein
Und schmerzen üangstiglich;
Mein Gott, mein Gott! warum?
Warum verlätt du mich?

13 Ach sehet, welch ein mensch!
O weh in meinem herzen,
O weh ach! ich vergeb,
Vor grosser angst und schmerzen.
O jammer, ach, o weh!
O schmerz, o grosse noth!
O weh, o weh, o weh!
Mein Jesus Er ist todt.

14 Ach sehet, welch ein mensch!
Der für uns mens en stirbet,
Der uns das leben durch
Den bittern tod erwirbet,
Der uns durch seine pein
Befreyt von aller noth,
Der uns erlöset von
Dem ew'gen höllen-tod.

15 O Jesu! dir sey dank,
Daß du f¨r uns gestorben,
Und uns durch deinen tod
Das leben hast erworben:
Führ uns durch deinen tod
Ins ew'ge leben ein;
So wollen wir auch hort
Dir ewig ankbar seyn.



Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #74

Text Information

First Line: Ach sehet, welch ein mensch!
Language: English
Publication Date: 1826
Notes: Mel. O Gott do frommer.
Copyright: Public Domain

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Erbauliche Lieder-Sammlung #74

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