Gott, welche Schmach und Plagen

Gott, welche Schmach und Plagen

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1 Gott welche Schmach und plagen
Mußer, mein Heiland, tragen,
Der nichts verbrochen hat!
Als einen übertreter
Des glaubens seiner Väter
Klagt man ihn an im hohen rath.

2 Da steht er im gerichte!
Aus seinem angesichte
Strahlt hoher, freyer muth.
Er achtete nicht der bände,
Gleich groß in schmerz und Schande,
Und dulcet still der frevler muth.

3 Er schweigt, wenn Lügner zeugen,
Das recht die richter beugen.
Man schlägt ihn ins Gesicht:
Und wird er nun den rechen
Zerschmettern, und sich rächen?
Sanft spricht der Herr, und rächt sich nicht.

4 Treu bleibt er seiner lehre,
Und seiner Unschuld ehre
Versüßt ihm Schmach und hohn,
Er schweigt bei schnöden fragen,
Doch hört man ihn lant sagen:
Ich bin des Hochgelobten Sohn.

5 Er, den selbst Engel scheuen,
Läßt willig sich verspeien.
Er, der die Sünden trug,
Läßt sich mit Fäusten schlagen,
Und sich von Spöttern fragen;
Wer ist es, Christe, der dich schlug?

6 Ihr, eures Hauptes Glieder,
Ihr christen, fallet nieder,
Und betet Jesum an.
Er ist, trotz alles Spottes,
Der Sohn des ew'gen Gottes,
Und alles ist ihm unterthan.

7 Er, dem Gericht entnommen,
Wird herrlich wiederkommen,
Des hochgelobten Sohn;
Er, seiner seiende Rächer!
Dann stehen die Verbrecher
Bestürzt vor sienem richterthron.

8 Wie werden sie mit grauen
Und Todesangst ihn schauen,
In seiner Majestät!
Ihn, wird ihr herz dann sagen,
Ihn haben wir geschlagen,
Verspeiet, und and kreuz erhöht.

9 Jauchzt, ihr gerechten! schauet,
Der Herr, dem ihr vertrauet,
Erscheint, mit ihm sein lohn!
Wann dann die Sünder zagen,
Dann könnt ihr fröhlich sagen:
Gelobet sei'st du Gottes Sohn.

Source: Das Gemeinschaftliche Gesangbuch: zum gottesdienstlichen Gebrauch der Lutherischen und Reformirten Gemeinden in Nord-America. (1st.. Aufl) #80

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