Hilf mir, mein Gott, hilf, dass nach dir

Hilf mir, mein Gott, hilf, dass nach dir

Author: Johann Heermann
Published in 30 hymnals

Representative Text

1 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir,
von Herzen mich verlange,
und ich dich suche mit Begier,
wenn mir wird angst und bange:
Verleih, daß ich mit Freuden dich
in meiner Angst bald finde,
gieb mir den Sinn, daß ich forthin
meid alle Schand und Sünde.

2 Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz
mich deiner Gnad ergebe,
hab immer ein zerknirschtes Herz,
In wahrer Buße lebe;
vor dir erschein,herzlich bewein
hier alle Missethaten;
laß allezeit mich sein bereit,
dem Dürftigen zu rathen.

3 Die Lust des Fleisches dämpf in mir,
daß sie nicht überwinde,
rechtschaffne Lieb und Lust zu dir
durch deinen Geist anzünde,
daß ich in Noth, bis in den Tod
dich und dein Wort bekenne
und mich kein Trutz noch Eigennutz
von deiner Wahrheit trenne.

4 Behüte mich vor Zorn und Grimm,
mein Herz mit Sanftmuth ziere;
auch alle Hoffart von mir nimm,
zur Demuth mich anführe.
Was noch von Sünd an mir sich findt,
laß mich hinfort ablegen.
Laß allezeit Trost, Fried und Freud
in mir durch dich sich regen.

5 Den Glauben stärk, enhatl in mir
die Lieb und mache feste
die Hoffnung, denn es ist vor dir
Beständigkeit das Beste.
Den Mund bewahr, auf daß Gefahr
durch ihn mir werd erwecket.
Speis ab den Leib, doch daß er bleib
die immer unbeflecket.

6 Gieb, daß ich treu und fleißig sei
in dem, was mir gebühret,
durch Ehrgeitz, Stolz und Heucheleyi
nicht werde gar verführet.
Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid,
Laß in mir nicht verbleiben.
Verstockten Sinn und Diebsgewinn
wollst du von mir abtreiben.

7 Hilf, daß ich folge treuem Rath,
von falscher Meinung trete,
den Armen helfe mit der That,
für Freund und Feind stets bete,
dien Jedermann, so viel ich kann,
das Böse haß und meide,
nach deinem Wort, o höchster Hort,
bis ich von hinnen scheide.


Source: Evang.-Lutherisches Gesangbuch #419

Author: Johann Heermann

Johann Heermann's (b. Raudten, Silesia, Austria, 1585; d. Lissa, Posen [now Poland], 1647) own suffering and family tragedy led him to meditate on Christ's undeserved suffering. The only surviving child of a poor furrier and his wife, Heermann fulfilled his mother's vow at his birth that, if he lived, he would become a pastor. Initially a teacher, Heermann became a minister in the Lutheran Church in Koben in 1611 but had to stop preaching in 1634 due to a severe throat infection. He retired in 1638. Much of his ministry took place during the Thirty Years' War. At times he had to flee for his life and on several occasions lost all his possessions. Although Heermann wrote many of his hymns and poems during these devastating times, his persona… Go to person page >

Text Information

First Line: Hilf mir, mein Gott, hilf, dass nach dir
Author: Johann Heermann
Language: German
Copyright: Public Domain

Notes

Suggested tune: WAS MEIN GOTT WILL

Timeline

Instances

Instances (1 - 30 of 30)
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Das Gemeinschaftliche Gesangbuch #213

Davidisches Psalter-Spiel der Kinder Zions #d370

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