Ihr lieben Christen, freut euch nun

Ihr lieben Christen, freut euch nun

Author: Erasmus Alber
Published in 5 hymnals

Representative Text

1 Ihr lieben Christen, freut euch nun,
blad wird erscheine Gottes Sohn,
der unser Bruder worden ist,
das ist der liebe Jesus Christ.

2 Der jüngste Tag ist nun nicht fern,
komm, Jesu Christe, lieber Herr!
kein Tag vergeht, wir warten Dein
und wollten gern bald bei Dir sein.

3 Verrathen ist der Wider-Christ,
sein' Heuchelei und arge List
sind affenbar und gar am Tag,
deß führt er täglich große Klag.

4 Du treuer Heiland Jesu Christ,
dieweil dei Zeit erfüllet ist,
die uns verkündigt Daniel,
drum komm lieber Immanuel.

5 Sanct Simeon wart't auch auf Dich,
und Deiner Zukunft freute sich,
er wurd' auch seiner Bitt' gewährt,
da Er sah', was sein herz begehrt.

6 Er spracht: Nun will ich sterben gern,
weil ich gesehn hab' meinen Herrn!
doch soll es nicht gestorben sein,
sondern im Friede fahr ich fein.

7 so warten wir nun auch der Stund,
und bitten Dich aus Herzens-Grund,
Du wollst nicht aussen bleiben lang,
und straf'n einmal die alte Schlang'.

8 Die alle Welt ermordet hat,
und kann nicht Lügens werden satt:
die namm, samt ihrer Laster-Schul
und wirf sie in den Schwefel-Pfuhl

9 Dein' lieben Kinder warten all',
wenn doch einmal die Welt zerfall',
und wenn des Teufels Reich zergeh',
und er in ew'gen Schanden steh'.

10 Er ist's, der Deinen Namen schänd't,
und der die armen Leut' verblend't;
der böse Geist sucht seinen Ruhm
und hindert, daß Dein Reich nicht komm'.

11 Was Du befiehlst, das lästert er
und tobt dawider gräulich sehr:
was uns beschert Dein' milde Hand,
das nähm' uns gern der Höllenbrand.

12 Der Satan hört nicht auf zu wehr'n,
das sich so wenig Leut' bekehrn;
er wend't die Leut von Deinem Wort,
und richtet an Haß, Neid und Mord.

13 Der Teufel brächt' uns gern zum Fall,
und wollt' uns gern verschlingen all',
er tracht't nach Leib, Seel', Gut und Ehr':
Herr Christ, dem rothen Drachen wehr.

14 Dei Welt kann nun nicht länger stehn,
ist schwach und alt, sie muß vergehn;
sie kracht an allen Orten sehr,
und kann die Last nicht tragen mehr.

15 Die Creatur nicht länger kann
der Eitelkeit sin unterthan,
und wollt' gern wieder werden frei
von's Türken Mord und Tyrannei.

16 Der Pabst hat sie so hart beschwert,
und alle gut' Ordnung verkehrt;
drum wär sie gern samt uns erlöst;
wir hoffen all' auf Deinen Trost.

17 Die alten Väter warten all',
wann Du erscheinst mit großem Schall,
mit aller lieben Engel-Schaar,
drauf warten wir manch hundert Jahr.

18 Ei lieber Herr, eil' zum Gericht,
laß sehn Dein herrlich's Angesicht,
das Wesen dir Dreieinigkeit:
das helf' uns Gott in Ewigkeit.



Source: Evangelisch-Lutherisches Gesang-Buch: worin die gebräuchlichsten alten Kirchen-Lieder Dr. M.Lutheri und anderer reinen lehrer und zeugen Gottes, zur Befoederung der wahren ... (2. verm. Aus.) #489

Author: Erasmus Alber

Alber, Erasmus, son of Tileman Alber, afterwards pastor at Engelroth, was born at Sprendlingen c. 1500. After studying at Wittenberg under Luther and Melanchthon, he became, in 1525, schoolmaster at St. Ursel, near Frankfurt-am-Main, and in 1527 at Heldenbergen, in Hesse Darmstadt. In 1528 he was appointed by the Landgrave Philip of Hesse pastor at Sprendlingen and Götzenhain, where he devoted himself specially to the children of his charge. After 11 years' service he was appointed by the Elector Joachim of Brandenburg court preacher at Berlin, but proving too faithful for the court, was, in 1541, removed as chief pastor to Neu Brandenburg. In 1542 he became pastor at Stade, in Wetteravia, and while there received, in 1513, the degree of D… Go to person page >

Text Information

First Line: Ihr lieben Christen, freut euch nun
Author: Erasmus Alber
Language: German
Copyright: Public Domain

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Suggested tune: VOM HIMMEL HOCH

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Evangelisch-Lutherisches Gesang-Buch: worin die gebräuchlichsten alten Kirchen-Lieder Dr. M.Lutheri und anderer reinen lehrer und zeugen Gottes, zur Befoederung der wahren ... (2. verm. Aus.) #489

Vollstaendiges Marburger Gesang-Buch, zur Uebung der Gottseligkeit ... #d271

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