Warum betrübst du dich, mein Herz, Bekümmerst dich und trägest Schmerz

Warum betrübst du dich, mein Herz, Bekümmerst dich und trägest Schmerz

Author: Hans Sachs
Published in 14 hymnals

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1 Warum betrübst du dich, mein Herz,
bekümmerst dich und trägest Schmerz
nur um das zeitlich' Gut?
vertrau du deinem Herren Gott,
der alle Ding' erschaffen hat.

2 Er kann und will dich lassen nicht,
Er weiß gar wohl was dir gebricht,
Himmel und Erd' ist sein,
mein Vater und mein Herre, Gott,
der mir beisteht in aller Noth.

3 Weil Du mien Gott und Vater bist,
dein Kind wirst du verlassen nicht,
Du väterliches Herz;
ich bin ein armer Erdenklos,
auf Erden weiß ich keinen Trost.

4 Der Reich' verläßt sich auf sein Gut:
ich aber will vertrau'n mein'm Gott,
ab ich gleich werd' veracht't,
so weiß ich und glaub festiglich,
wer Gott vertrau't, dem mangelt's nicht.

5 Helia! wer ernähret dich,
da es so lange regnet nicht,
in so schwer theurer Zeit?
ein' Wittwe aus Sidonier Land,
zu welch'r du von Gott warst gesandt.

6 Da er lag unterm Wachholder-Baum,
der Engel Gott's vom Himmel kam,
und bracht' ihm Speis' und Trank;
er ging gar einen weiten Gang,
bis zu dem Berg Horeb genannt.

7 Des Daniels Gott nicht vergaß,
da er unter den Löwen saß,
sein'n Engel sandt' Er hin
und ließ ihm Speise bringen gut
durch deinen Diener Habacuc.

8 Joseph in Egypt'n verkaufet ward,
von Pharao gefangen hart
um sein'r Gott's fürchtigkeit:
Gott macht ihn zu ein'm großen Herrn,
daß er konnt' Vat'r und Brüd'r ernähr'n.

9 Es ließ auch nicht der treue Gott
die drei Männ'r im Feu'r-Ofen roth,
sein'n Engel sandt' Er hin,
bewahrt' sie vor des Feuers Glut
und half ihnen aus aller Noth.

10 Ach Gott! Du bist noch heut so reich,
als Du gewesen ewiglich,
mein Vertrau'n steht ganz zu Dir;
mach mich an meiner Seelen reich
so hab ich g'nug hier und ewiglich.

11 Der zeitlich'n Ehr' will ich gern entbehr'n,
Du woll'st mir nur des Ew'gen gewähr'n,
das Du erworben hast
durch Deinen herben bittern Tod,
das bitt' ich Dich, mein Herr und Gott.

12 Alles, was ist auf dieser Welt,
es sei Silber, gold oder Geld,
Reichthum und zeitlich Gut,
das währt nur eine kleine Zeit,
und hilft doch nicht zur Seligkeit.

13 Ich dank Dir, Christ', o Gottes Sohn,
daß Du mich solch's erkennen lahn,
durch Dein göttliches Wort,
verleih mir auch Beständigkeit
zu meiner Seelen Seligkeit.

14 Lob, Ehr' und Preis sei Dir gesagt
für alle Dein' erzeigt' Wohlthat,
und bitt' demüthiglich,
laß mich nicht von Dein'm Angesicht
verstoßen werden ewiglich.



Source: Evangelisch-Lutherisches Gesang-Buch: worin die gebräuchlichsten alten Kirchen-Lieder Dr. M.Lutheri und anderer reinen lehrer und zeugen Gottes, zur Befoederung der wahren ... (2. verm. Aus.) #438

Author: Hans Sachs

Sachs, Hans, the famous German poet and shoemaker, was born at Nürnberg, Nov. 5, 1494; settled there in 1516 after his journeyman wanderings, and d. there on the evening of Jan. 19,1576 (see full notices in K. Goedeke's Grundriss, vol. ii., 1886, pp. 408-437; Allg. Deutsche Biographie, xxx., 115, &c). His poetical works were collected at Nürnberg in 3 vols., folio, 1558-61 (vol. 4, 1578; vol. 5, 1579); and a complete ed. of his works is now being published by the Literary Union of Stuttgart, of which vol. xvii. appeared in 1888. His pre-Reformation hymns are given by Wackernagel, ii., Nos. 1403-1410 ; and his post-Reformation hymns by Wackernagel, iii., Nos. 83-106. Two of his hymns (Wackernagel, iii., Nos. 83, 97) have been translated by… Go to person page >

Text Information

First Line: Warum betrübst du dich, mein Herz, Bekümmerst dich und trägest Schmerz
Author: Hans Sachs
Language: German
Copyright: Public Domain

Notes

Suggested tune: WARUm BETRÜBST DU DICH, MEIN HERZ; Warum betrübst du dich, mein Herz. [Cross and Consolation.] Wackernagel, iv. pp. 128-130, gives three forms of the text of this anonymous hymn: No. 190 as the first of Zivey schöne newe geistliche Lieder, Nürnberg, N.D., c. 1560; No. 191, from an Enchiridion printed at Hamburg, 1565; No. 192, from the Psalmen und Leder, Lübeck, 1567. In his Bibliographie, 1855, p. 279, he had cited it as in Neun schöne geistliehe Lieder, Nürnberg, N.D., which he then dated 1556—probably too early. According to Koch, v., 653, it had already appeared as "Czemu sic trosczyss," in a Polish hymnbook edited by Pastor Secklucyan, and published at Königsberg in 1559.
This hymn has often been ascribed to Hans Sachs. So Ambrosius Hannemann in his Prodromus Hymnologiae, Wittenberg, 1633, Second 10, No. 8, entitles it "Consolation against Tearfulness. Hans Sachs"; and in Jeremias Weber's Gesang-Buch, Leipzig, 1638, p. 578, it is entitled, “On Famine. A good family hymn. Written for the use of heads of households and their families, by Hans Sachs, of Nürnberg, the well-known German poet.” The hymn has not however been traced in any of the works of Sachs, and the ascription to him seems to be without foundation.
In the 1560 Zivey schöne the hymn has 12 stanzas; in the 1565 Enchiridion there are 14 (Nos. viii., ix. not in 1560). The 1565 is the usual text as in the Unverfälschter Liedersegen, 1851, No. 701; but stanzas v.-ix., in which the Old Testament examples of Elijah, Daniel, Joseph, and the Three Holy Children are cited, are omitted in some collections. It is one of the best German hymns of Cross and Consolation, and is in almost universal German use. Translated as:— Why art thou thus cast down, my heart? By Miss Winkworth, omitting st. v.-ix., in her Lyra Germanica, 2nd Ser., 1858, p. 187, and repeated in her Chorale Bookfor England, 1863, No. 143. Other translations are: (1) "Why thus with grief opprest my heart," by J. C. Jacobi, 1725, p. 14 (1732, p. 66), repeated in the Moravian Hymn Book., 1754, pt. i., Nos. 141,317. (2) “Rejoice, my soul, God cares for thee," by P. H. Molther, as No. 183, in the Moravian Hymn Book, 1789 (1886, No. 221). (3) "Why vex thyself with anxious fears," by Dr. H. Mills, 1845, p. 69. (4) "Oh! why art thou so sad, my breast," by Madame de Pontes, in her Poets and Poetry of Germany, 1858, vol. i. p. 376. (5) "My soul, why art thou troubled? why," by Dr. G. Walker, 1860, p. 88. (6) "Why dost thou vex thyself, my heart," by N. L. Frothingham, 1870, p. 200. (7) "Why dost thou make lament, my heart," by the Rev. Andrew Carter, in the Quiver, 1881. [Rev. James Mearns, M.A.] --John Julian, Dictionary of Hymnology (1907)

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Davidisches Psalter-Spiel der Kinder Zions #d953
Deutsches Gesangbuch fuer die evangelisch-lutherische Kirche in den Vereinigten Staaten. Verbesserte Ausg. #d534
Deutsches Gesangbuch: eine auswahl geistlicher Lieder aus allen Zeiten der Christlichen Kirche #337Page Scan
Deutsches Gesangbuch: eine auswahl geistlicher Lieder aus allen Zeiten der Christlichen Kirche für kirchliche und häusliche Gebrauch (Neue, verb. und verm. Aufl) #337Page Scan
Evangelisch-Lutherisches Gesang-Buch worin 500 der...fuer Gemeinen, welche sich zur unveraen ... Augsburgischen Confession #d395
Evangelisch-Lutherisches Gesang-Buch: worin die gebräuchlichsten alten Kirchen-Lieder Dr. M.Lutheri und anderer reinen lehrer und zeugen Gottes, zur Befoederung der wahren ... (2. verm. Aus.) #438Text
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Vollständiges Marburger Gesang-Buch: zur Uebung der Gottseligkeit, in 615 christlichen und trostreichen Psalmen und Gesängen...Martin Luther's (Neue und von Druckfehlern sorgfältig gereinigte Ausg.) #245Page Scan
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