1 Wer nur den großen Gott läßt walten
und hoffet auf Ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
In aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.
2 Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, daß wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.
3 Man halte nur ein wenig stille
und sei doch in sich selbst vergnügt,
wie unsers Gottes Gnadenwille,
wie sein Allwissenheit es fügt;
Gott, der uns sich hat auserwählt,
der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.
4 Er kennt die rechten Freudenstunden,
er weiß wohl, wann es nützlich sei;
wenn er uns nur hat treu erfunden
und merket keine Heuchelei,
so kommt Gott, eh wir's uns versehn,
und lässet uns viel Guts geschehn.
5 Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
daß du von Gott verlassen seist
und daß ihm der im Schoße sitze,
der sich mit stetem Glücke speist.
Die Folgezeit verändert viel
und setzet jeglichem sein Ziel.
6 Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
und ist dem Höchsten alles gleich:
den Reichen klein und arm zu machen,
den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
der bald erhöhn, bald stürzen kann.
7 Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verläßt er nicht.
Source: Evangelisches Gesangbuch (Bayern, Mitteldeutschland, Thüringen): Antwort finden in alten und neuen Liedern, in Worten zum Nachdenken und Beten #369
Georg Neumark (b. Langensalza, Thuringia, Germany, 1621; d. Weimar, Germany, 1681) lived during the time of the Thirty Years' War, when social and economic conditions were deplorable. He had personal trials as well. On his way to Königsberg to study at the university, traveling in the comparative safety of a group of merchants, he was robbed of nearly all his possessions. During the next two years he spent much of his time looking for employment. He finally secured a tutoring position in Kiel. When he had saved enough money, he returned to the University of Königsberg and studied there for five years. In Königsberg he again lost all his belongings, this time in a fire. Despite his personal suffering Neumark wrote many hymns in which he e… Go to person page >| First Line: | Wer nur den lieben Gott lässt walten |
| Author: | Georg Neumark (1657) |
| Language: | German |
| Notes: | English translation: "If you but let the Father guide you" by W. W. J. VanOene; Polish translation: See "Kto los swój złożył w ręce Boga"; Swahili translation: See "Anayemtumaini Mungu" |
| Copyright: | Public Domain |
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