Wie schön leucht't uns der Morgenstern

Wie schön leucht't uns der Morgenstern

Author: J. F. C. Stohlmann
Published in 2 hymnals

Representative Text

1. Wie schön leucht't uns der morgenstern,
Vom firmament des himmels fern,
Die nacht ist nun vergangen;
All' kreatur macht sich herfür,
Des edlen lichtes praacht und zier
Mit freuden zu empfangen.
Was lebt,
Was schwebt
Hoch in lüften,
Tief in klüften,
Läßt zu ehren
Seinem Gott ein danklied hören.

2. Du, o mein herz! dich auch africht',
Erheb' dein' stimm' und säume nicht,
Dem Herrn dein lob zu bringen;
Denn, Herr! du bist's dem lob gebührt,
Und dem man billig musicirt,
Dem man läßt innig klingen
Mit fleiß,
Dank, preis,
Freudensaiten,
Daß von weitem
Man kann hören
Dich, o meinen Heiland! ehren.

3. Ich lag in stolzer sicherheit,
Sah' nicht mit was gefährlichkeit
Ich diese nacht umgeben;
Des teufels list nd büberei,
Die höll', des todes tyrannei,
Stund mir nach leib und leben,
Daß ich
Schwerlich
Wär' entkommen
Und entnommen
Diesen banden,
Wenn du mir nicht beigestanden.

4. Allein, o Jesu! meine freud'
In aller angst und traurigkeit,
Du hast mich heut' befreiet;
Du hast der feinde macht gewehrt,
Mir schutz und sanfte ruh' beschert,
Des sei gebenedeiet.
Mein muth,
Mein blut
Soll nun singen,
Soll nun springen,
All' mein leben
Soll dir dankeslieder geben.

5. Ei, mein Herr, süßer lebenshort!
Laß ferner deine gnadenpfort'
Mir heut' auch offen bleiben;
Sei meine burg und festes schloß
Und laß kein feindliches geschoß
Daraus mich nimmer treiben;
Stell' dich
Für mich
Hin zu kämpfen
Und zu dämpfen
Pfeil und eisen,
Wenn der feind will macht beweisen.

6. Geuß deiner gnaden reichen strahl
Auf mich, vom hohen himmelssaal,
Mein herz in mir verneue!
Dein guter Geist mich leit' und führ',
Daß ich nach meiner amtsgebühr
Zu thun mich innig freue.
Gib rath
Und that,
Laß mein sinnen
Und beginnen
Stets sich wenden,
Seinen lauf in dir zu enden.

7. Wend' unfall ab, kann's anders sein;
Wo nicht, so geb' ich mich darein,
Ich will nicht widerstreben;
Doch komm, o süßer morgenthau!
Mein herz erfrisch', daß ich dir trau',
Und bleib im kreuz ergeben,
Bis ich
Endlich
Nach dem leiden
Zu den freuden
Werd' erhoben,
Da ich dich kann ewig loben.

8. Indeß, mein herze! sing' und spring'
In allem kreuz sei guter ding';
Der himmel steht dir offen.
Laß schwermuth dich nicht nehmen ein,
Denk', daß die liebsten kinderlein
Allzeit das unglück troffen.
Drum so
Sei froh,
Glaube feste,
Daß das beste,
So bringt frommen,
Wir in jener welt bekommen.

Source: Kirchen-Gesangbuch: für Evangelisch-Lutherische Gemeinden #305

Author: J. F. C. Stohlmann

Johann Friedrich Christian Stohlmann was born in Jossen, near Petershagen (Germany) on April 16, 1780. He was schoolmaster at Eldagsen from 1794-1796. Later, in 1807 he became teacher and organist at Klienbremmen. In 1808 he married Auguste Marie Gruntzner. He was also a painter. In 1834 he and his family immigrated to the United States, settling near Erie, PA. His son, Carl F. Stohlmann became pastor of St. Peters Evangelical church in Erie. He died in 1863. Go to person page >

Text Information

First Line: Wie schön leucht't uns der Morgenstern
Author: J. F. C. Stohlmann
Language: German
Publication Date: 1892
Copyright: This text in in the public domain in the United States because it was published before 1923.

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