Wir haben jetzt vernommen

Wir haben jetzt vernommen

Author: Johann Heermann (1636)
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Full Text

1 Wir haben jetzt vernommen,
Wie du, Herr Zebaoth,
Zu uns bist schrecklich kommen,
Durch blitz und feuersnoth.
Wir wären ja verzehrt,
Wenn du es nicht gewendet,
Und hülfe zugesendet,
Wie wir von dir begehrt.

2 Herr, deine macht wir preisen,
Dein zorn ist uns bekant:
Doch willst du uns auch weisen,
Wie deine gnadenhand,
Die dich anflehen, schützt.
Wer sich zu dir bekehret,
Der bleibet unversehret,
Wie sehr es kracht und blitzt.

3 Ist trübsal da mit haufen
So denkst du jeder zeit
An die, in dich anlaufen,
Hilft in barmherzigkeit.
Du hast an uns gedacht
Wie du den nicht vergessen,
Du in der arche gesessen,
Hast ihn zu land gebracht.

4 Das wetter ist vertrieben,
Durch deine gnad und kraft:
Du bist bey uns geblieben,
Hast sicherheit verschaft,
Wie du, Herr Jesu Christ,
Im schiff dem meer gedräuet,
Die jünger drob erfreuet,
Gewehrt des teufels list.

5 Du hast haus, hof, leib, leben,
Und was ein jeder hat,
Mit deinem schutz umgeben,
Bey uns und unsrer stadt.
Dein freundlich angesicht
Läßt du uns wieder schauen,
Die wir uns dir vertrauen
Mit starker zuversicht

6 Dankopfer wir dir bringen
Für dis, was du gethan:
Von deiner hülf wir singen,
Ach! nims in gnaden an,
Durch Christum deinen Sohn,
Um seines leidens willen,
Der deinen zorn kan stillen,
der wahre gnaden-thron.

7 Ach! Herr, am jüngsten tage,
Wenn der herein nun fällt,
Daß er mit donnerschlage
Anzünde diese welt;
So streck aus deine hand,
Und zieh uns, die wir gläuben
An dich, und treu verbleiben,
Hinauf ins vaterland.



Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #683

Author: Johann Heermann

Heermann, Johann, son of Johannes Heermann, furrier at Baudten, near Wohlau, Silesia, was born at Baudten, Oct. 11, 1585. He was the fifth but only surviving child of his parents, and during a severe illness in his childhood his mother vowed that if he recovered she would educate him for the ministry, even though she had to beg the necessary money. He passed through the schools at Wohlau; at Fraustadt (where he lived in the house of Valerius Herberger, q. v., who took a great interest in him); the St. Elizabeth gymnasium at Breslau; and the gymnasium at Brieg. At Easter, 1609, he accompanied two young noblemen (sons of Baron Wenzel von Rothkirch), to whom he had been tutor at Brieg, to the University of Strassburg; but an affection of the e… Go to person page >

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Author: Johann Heermann (1636)

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