Auf Seele, schwinge dich empor

Auf Seele, schwinge dich empor

Author: Gottfried Wilhelm Sacer
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1. Auf Seele! schwinge dich empor!
Sei froh und guter dinge!
Auf! mit dem schönen engelchor,
Ermuntre dich und singe!
Weil Gottes eingeborner Sohn
Von seinem hohen himmelsthron
Heut ist auf erden kommen,
Zu dir und allen frommen.

2. O frommer Heiland, Jesu Christ!
Wie groß ist doch zu schätzen,
Daß du gering und niedring bist:
Wie herrlich kann ergötzen
Die demuth, so du bei dir hast.
Willkommen, sanstmüthiger Gast!
Willkommen, Sündenbüßer!
Holdfel'ger Himmelsschlißer!

3.Daß du, o theurer Seelenfürst!
Hast fleisch an dich genommen,
Geringer als die engel wirst,
Das ist von liebe kommen:
Du willst dort im genadenreich
Uns machen deinen engeln gleich;
Du kömmst zu uns auf erden,
Auf daß wir himmlisch werden.

4. Du wirst ein gast auf dieser Welt
Und führst ein dürftig's Leben.
Hierdurch ist uns das reiche zelt
Des himmels eingegeben.
Du wirst geboren in der nacht,
Auf daß uns werde licht gebacht;
Durch dich sind wir gewissen
Aus dicken finsternissen.

5.Im harten winter kömmest du,
Bringst uns zum himmelslenzen:
Du suchst im dunkeln stalle ruh,
Damit wir möchten glänzen
Und ewig in der ruhe sein.
In windelt wickelt man dich ein,
Auf daß du uns mögst retten
Von schweren todesketten.

6.Du weinst in deinen windelein,
Auf daß wir ewig lachen.
Du bist der größt' und wirst doch klein,
Uns alle groß zu machen.
O Heiland! O Genadenthron!
Du bist ja Gottesliebster Sohn,
Kömmst doch zu uns auf erden,
Willst unser bruder werden.

7. Du bist ein Herr und wirst ein knecht,
Uns ewig zu befreien;
Reich bist du, wirst doch arm und schlecht,
Uns reichthum zu verleihen.
Du trägst geduldig alles leid;
O gib, daß ich auch jederzeit,
Wenn mich die noth wird plagen,
Dein kreuz dir nach mag tragen.

8. O du barmherzig's Jesulein!
Gib, daß ich mich des armen,
Wo ich ihm kann behülflich sein,
Von herzen mög' erbarmen.
Gib sanftmuth, gib bescheidenheit,
Gib christeliche leuseligkeit,
Laß mich den nächsten lieben,
Auch wahre demuth üben.

9. O reicher Heiland! schenke mir,
Was mir kann ewig nützen.
O starker Herr! ich hang' an dir
Du kannst und willst mich schützen,
Wann alle menschen ferne stehn,
Auch wann mir wird die sell' ausgehn,
Willst du den tod bezwingen,
Dir will ich ewig singen.



Source: Kirchen-Gesangbuch: für Evangelisch-Lutherische Gemeinden #14

Author: Gottfried Wilhelm Sacer

Sacer, Gottfried Wilhelm, son of Andreas Sacer, senior burgomaster of Naumburg, in Saxony, was born atNaumburg, July 11, 1635. He entered the University of Jena in 1653, and remained there for four years as a student of law. He was thereafter for two years secretary to Geheimrath von Platen, in Berlin; and then tutor, first to a son of the Swedish Regierungsrath von Pohlen, and then to the sons of the Saxon Landhauptmann von Bünau. In 1665 he entered the military service under Herr von Mollison, commandant at Lüneberg, at first as regimental secretary, and afterwards as ensign. Soon tiring of this he went to Kiel in 1667, in order to graduate LL.D., but before doing so undertook a tour in Holland and Denmark with some young noblemen from… Go to person page >

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