Geist vom Vater und vom Sohne, Gleicher Majestät und Kraft

Geist vom Vater und vom Sohne, Gleicher Majestät und Kraft

Author: Gottfried Hoffmann
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Representative Text

1 Geist, vom Vater und vom Sohne,
gleicher Majestät und Kraft
in dem höchsten Himmelsthrone,
gieße neuen Lebensfast
in mein herz, Seel und Gemüthe,
daß der Reichtum deiner Güte
und die Stärkce deiner Hand,
an mir Schwachen werd erkannt.

2 Kamm, erleuchte meine Sinne,
komm, durchstrahle den Verstand,
daß die Finsterniß zerrinne
und nicht nehme Uuberband.
Oeffne meiner Seelen augen,
daß sie zu erkennen taugen
der Geheimniß tiefen Grund,
die uns lehret Christi Mund.

3 Niemand ohne dich verspüret
reiner Gottesliebe Brunst;
wen nicht deine Gnade rühret,
den bethöret eitler Dunst;
komm, ach kimm! mein herz entzünde,
daß ich nichts in mir empfinde,
als der Liebe heiße glut,
die allein in Jesu ruht.

4 Laß mich alles Eitle hassen,
da die Welt sich dein verliebt,
und mit Liebesarmen fassen,
dem sich Seel und Geist ergiebt,
Jesum, den die keuschen Seelen
sich für ihren Schatz erwählen,
daß ich dessen ganz allein
und zu eigen möge sein.

5 Ach, der Unflath meine Sünden
ist dir mehr, als mir bewußt!
Du allein, Herr, kannst ergründen,
wie die angeborne Lust,
die von Adam ist ererbet,
Leib und Seele hat verderbet;
drum so steure Fleisch und Blut,
das sonst nichts als Böses thut.

6 Gieb mir Kraft zu widerstehn,
wenn die böse Lust sich regt.
Laß es nimmermehr geschehen,
daß ich werde gar erlegt;
steh mir in die Kampf zur Seiten,
hilf mir ritterlich bestreiten
diesen Feind, der in mir wohnt,
und mit tod und Hölle lohn.

7 Du bist heilig, laß mich werden
rein und heilig immer mehr;
tödt die Glieder, die auf Erden
widerstreben deiner Ehr.
Laß mich in dem neuen Leben
Wachsen und dahin bestreben,
daß die Seel mit Gottes Bild
auf ein neues werd erfüllt.

8 Endlich wenn ich soll durchs Leiden
meinem Heiland folgen nach,
und zu meines Herren Freuden
gehen durch viel Ungemach:
leite mich durch deine Güte,
daß mein Geist, Seel und Gemüte
lobe dich in süßem Ton
sammt dem Vater und dem Sohn.



Source: Evang.-Lutherisches Gesangbuch #223

Author: Gottfried Hoffmann

Hoffmann, Gottfried, son of Caspar Hoffmann, brewer at Plagwitz, near Lowenberg, in Silesia, was born at Plagwitz, Dec. 5, 1658. After studying at the University of Leipzig (M.A. 1688), he was appointed in 1688 Corrector, and in 1695 Rector of the Gymnasium at Lauban. In 1708 be became Rector of the Gymnasium at Zittau, where he died after a stroke of paralysis, Oct. 1, 1712. (Koch, v. 437-442; Allg. Deutsche Biographie, xii. 591-592.) Of his hymns, about 60 in all, written mostly for his scholars, only one has passed into English, viz.:— Zeuch hin, mein Kind. Death of a Child. According to Koch, v. 442, this beautiful hymn was written in 1693, on the death of his little daughter Magdalene Elisabethe, was printed in the same year in her… Go to person page >

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First Line: Geist vom Vater und vom Sohne, Gleicher Majestät und Kraft
Author: Gottfried Hoffmann
Language: German
Copyright: Public Domain

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Suggested tune: WERDE MUNTER

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Evang.-Lutherisches Gesangbuch #223

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