Gott, deine Gnade sei gepreis't

Gott, deine Gnade sei gepreis't

Author: Johann J. Rambach
Published in 3 hymnals

Representative Text

1 Gott, deine gnade sey gepreis't!
Sie bracht' uns heil und leben.
Ermuntre dich, mein träger geist!
Ihr wohlthum zu erheben.
Denk an die nacht, da auf der welt
Des höchsten Sohn sich eingestellt.
Um sein so teures leben
Für Sünder hinzugeben.

2 O grosse that! erwünschte nacht!
Von Engeln selbst besungen!
Du hast den mittler uns gebracht,
Der uns das heil errungen.
In dir erschien der starke held,
Der alles schuf, und noch erhält;
Der freund der menschenlinder,
Des Todes überwinder.

3 Der du zu uns, gesandt vom Herrn,
Aus deinem Himmel kämest,
Und unser Fleisch und Blut so gern
In demuth an dich nahmest!
Sohn Gottes! o wie hast du dich
So tief erniedrigt auch für mich!
Wie arm bist du erscheinen,
Um meinem heil zu dienen.

4 O lehre mich den grossen werth
Von deiner Huld rect fassen!
Was reizte dich auf dieser erd',
Dich so herab zu lassen?
Hier warteten dein nichts als noch,
Berachtung, Kummer, schmerz und tod;
Und doch kamst du auf erden,
Ein menshcensohn zu werden.

5 Noch stärker, Herr, als schmerz und Tod,
War deine Menschenliebe.
Du fahest unsure sündennoth
Mit mitleidsvollem triebe.
Du stimmtest, unser heil zu sein,
In deines Vaters rathschluß ein;
Warfst mensch, und kamst mit Freuden
Für ans den Tod zu leiden.

6 Immanuel! dein freu ich mich.
Du bist auch mein Erretter.
Auch mir zum triste sandte dich
Der Herr, der Gott der Götter,
Was mir ein wahres wohl verschafft,
Erleuchtung, friede bessrungskraft,
Und freuden, die stets währen,
Willst du auch mir gewähren.

7 Was soll ich dir, mein größter freund!
Für deine treue geben?
Du bists, der mich mit Gott vereint,
Du bringst mir heil und leben.
Herr! was ich hab und was ich bin,
Das geb ich die zum Dienste hin.
Ich will dich ihn aufhören,
Mit Leib und geist verehren.

8 Zwar seh ich dich im fliesch noch nicht;
Doch du wirst wieder kommen;
Und dann schau'n dich von Angesicht,
Herr! alle deine frommen.
Dann werd, auch ich, Herr Jesu Christ!
Dich schau'n so herrlich, als du bist.
Dann wirst du mich zum leben,
Das bey dir ist, erheben.

Source: Das Gemeinschaftliche Gesangbuch: zum gottesdienstlichen Gebrauch der Lutherischen und Reformirten Gemeinden in Nord-America. (1st.. Aufl) #61

Author: Johann J. Rambach

Rambach, Johann Jakob, D.D., son of Hans Jakob Rambach, cabinet maker at Halle on the Saale, was born at Halle, Feb. 24, 1693. In 1706 he left school and entered his father's workshop, but, in the autumn of 1707, he dislocated his ankle. During his illness he turned again to his schoolbooks; the desire for learning reawoke; and on his recovery, early in 1708, he entered the Latin school of the Orphanage at Halle (Glaucha). On Oct. 27, 1712, he matriculated at the University of Halle as a student of medicine, but soon turned his attention to theology. He became specially interested in the study of the Old Testament under J. H. Michaelis. In May 1715 he became one of Michaelis's assistants in preparing his edition of the Hebrew Bible, for whi… Go to person page >

Text Information

First Line: Gott, deine Gnade sei gepreis't
Author: Johann J. Rambach

Timeline

Instances

Instances (1 - 3 of 3)
Suggestions or corrections? Contact us



Advertisements