Gott Lob, ich habe Frieden funden

Gott Lob, ich habe Frieden funden

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1 Gott Lob! ich habe Frieden funden:
das Täublein ist in seiner Ruh.
Ich liege nun in Jesu Wunden,
mich deckt des Vaters Liebe zu,
Sein Geist bezeuget meinem Sinn,
daß ich mit Gott versöhnet bin.

2 Wie hart schlug des Gesetzes Hammer,
da er an meine Gewissen schlug!
Was fühlt ich da für Angst und Jammer;
was merkt ich nicht für Selbstbetrug!
Der Fluch zerknirschte mir das Herz,
und war mich in den größten Schmerz.

3 Sobald ich aber den umfangen,
der auch mein Friedensstifter ist:
kann ich nun Trost und Gnad erlangen,
weil er den Fluch für mich gebüßt,
und diesen Krieg schon beigelegt,
den Satan gegen mich erregt.

4 Nun ist die Handschrift ausgelöschet,
die mir so hart entgegen stund.
Da Christi Blut ganz rein mich wäschet,
tret ich mit Gott aufs neu in Bund:
er liebet mich und zürnet nicht,
weil Jesus selber für mich spricht.

5 Wer will mich jetzt mit Recht verdammen?
Die Schuld verlieret ihre Kraft.
Durch Jesu heiße Liebesflammen
thu ich dem Vater Rechenschaft:
so kann mein Herz nach erster Pein
in Ruh und stillem Frieden sein.

6 So schenke mir, Herr! beinen Frieden,
den diese Welt nicht geben kann.
War ich zuvor von dir geschieden,
so nimm mich nun von neuen an:
und wenn der Feind aufs neue droht,
so tilge du auch solche Noth.

7 Dein Friede müsse mich bewahren,
damit mein Geist stets ruhig sei.
Steh mir in mancherlei Gefahren
mit deiner Kraft und Gnade bei!
Bis mich die Himmelsruh erquickt,
wo mich die Sünde nicht mehr drückt.

8 Ach gieb mir, deinem armen Schaafe,
mein Friedensfürst! dies Wohlergehn,
daß ich in Friede sanft entschlafe:
laß mich die sichre Wohnung sehn,
worinnen aller Friede liegt,
der Sünde, Höll und Tod besiegt.



Source: Evang.-Lutherisches Gesangbuch #399

Text Information

First Line: Gott Lob, ich habe Frieden funden
Source: Lüneburg Gesangbuch
Language: German
Copyright: Public Domain
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