Gott, st'rke mich, ich schau' hinab

Gott, st'rke mich, ich schau' hinab

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Representative Text

1 Gott, stärke mich! ich schau' hinab,
Mit flammen im gesichte,
Ins tieft, bodenlofe grab
Der göttlichen gerichte.
O! weicher abgrund sperret hier
Den rachen auf, und drohet dir,
Verbrecher, der der hölle lacht,
Mit ew'ger nacht,
Wenn einst des zornes tag erwacht.

2 Hier ist der schauplatz aller noth,
Ein tother pfuhl voll flammen,
Hier liegen satan sünde tod,
In einer klust beysammen,
Im abgrund, den die hölle nennt,
Der ewig, wie die rache, brennt,
Hier wälzt sich der verdammten heer,
Im flammen-meer,
In schwefel-strömen hin und her.

3 Die aufschrift voll verzweiflung steht,
Wie nacht, an ihren thoren:
Wer hier durch diese pforte geht,
Ist ewiglich verloren.
Kein strahl der kleinsten hoffnung lacht
In dieser bangen, bangen nacht;
Die heerde der verworfnen schreyt:
O ewigkeit! O quaalenvolle ewigkeit!



Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #613

Text Information

First Line: Gott, st'rke mich, ich schau' hinab
Copyright: Public Domain

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