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1 In der Angst der Welt will ich nicht klagen,
will hier keine Ehrenkrone tragen,
wo mein Herr die Dornenkrone trug;
will hier nicht auf Rosenpfaden wallen,
wo man Ihn, den Heiligsten von allen,
an den Stamm des Sünderkreuzes schlug.
2 Gib mir, Herr, nur für die Lebensreise
Deine Wahrheit, die den Weg mir weise,
und den Geist, der diesen Weg mich führt!
Gib ein Herz, das gern sich führen lasse
auf der graden, schmalen, steilen Straße,
die Dein heil'ger Fuß einst selbst berührt!
3 Mache mich im Glauben immer treuer,
und des Glaubens Frucht, das heil'ge Feuer
ungefärbter Liebe, schenke mir!
Ohne sie könnt ich nicht weiterschreiten;
zu der Liebe kann nur Liebe leiten,
sie nur führt mich durch die Welt zu Dir.
4 Freundlich hast du mich zu Dir gerufen,
lieber Herr; doch sind noch viel der Stufen,
die zum Himmel ich ersteigen muss.
O, so reiche Deinem schwachen Knechte
aus dem Himmel Deine Gnadenrechte,
unterstütze, leite seinen Fuß!
5 Und recht hoffnungsvoll in Deinen blauen
Schönen, fernen Himmel laß mich schauen,
Wenn ich von der Wallfart müde bin;
Daß ich hier im tiefen Thal der Schmerzen
Einen festen Frieden hab; im Herzen,
Einen klaren, himmelsfrohen Sinn.
6 Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden,
muss hier tragen mancherlei Beschwerden,
bin ein Pilger, arm und unbekannt;
und das Kreuz ist meiner Wallfahrt Zeichen,
bis ich werd mein Kanaan erreichen,
das ersehnte, liebe Vaterland.
Source: Psalter und Harfe: von Karl Johann Philipp Spitta #84
Spitta, Carl Johann Philipp, D.D., was born Aug. 1, 1801, at Hannover, where his father, Lebrecht Wilhelm Gottfried Spitta, was then living, as bookkeeper and teacher of the French language. In his eleventh year Spitta fell into a severe illness, which lasted for four years, and so threw him back that his mother (the father died in 1805) abandoned the idea of a professional career, and apprenticed him to a watchmaker. This occupation did not prove at all congenial to him, but he would not confess his dislike, and his family were ignorant of it till an old friend, who was trying to comfort him after the death of a younger brother, discovered his true feelings. The younger brother had been preparing for ordination, and so Carl was now invited… Go to person page >| First Line: | In der Angst der Welt will ich nicht klagen |
| Title: | Pilgerlied |
| Author: | Karl Johann Philipp Spitta |
| Language: | German |
| Copyright: | Public Domain |
In der Angst der Welt, p. 1079, i. This hymn was first published in the Christliche Monatsschrift, May, 1826.
--John Julian, Dictionary of Hymnology, Appendix, Part II (1907)
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