Mein Trost und Anker in aller Not

Mein Trost und Anker in aller Not

Author: Ernst Gottlieb Woltersdorf
Published in 3 hymnals

Representative Text

1 Mein trost und anker in aller noth
Ist, o Gottes-Lamm, dein creutz und tod.
Denn du trugst die sünden der ganzen erde
Daß ich und alle welt selig werde,
Durch dein verdienst.

2 So weit hats liebe zu mir gebracht,
Die den Scöpfer selbst zum opfer macht;
Daß er seine stelt, sein leib und leben,
Mit tausend schmerzen, dahin gegeben,
Für meine schuld.

3 So lang ich dieses noch glauben kan,
Seh ich ihn mit tausend freudne an.
Bin ich gleich ein sünder: Er ist mein Heiland!
Er liebt mich heute noch so, wie weiland.
Halleluja!

4 Was liebst du aber so unerhört?
Ach! den wurm, der sich von dir gekehrt,
Mich den schnöden sünder, mich den rebellen,
Ja mich fluchswürdigen brand der höllen!
Mich liebst du so.

5 Mien herz erstauner vor dieser huld,
Tief beschämt von aller meiner schuld,
Fang ich an, zu weinen, und hinzufallen.
Gnädiger könig, dein lob soll schallen
In aller weit.

6 Kein mensch beschriebt es nach würdigkeit,
Das aber ist eine sel'ge zeit,
Wenn dein strom der liebe sich so ergiesset,
Daß mein herz deiner im geist geniesset,
O freudenmeer!

7 Wers nicht erfahren, der glaubt es nicht,
Was für lust von deinem angesich:
In die seele quillet, wenn man dich schmecket,
Wenn dein erbarmen uns ganz bedecket
Und selig macht.

8 Ich will von nun an nichts anders sehn,
Als nur was am creutz für mich geschehn.
Das ist meine freude, mein hil und leben,
Denn meine sünden sind mir vergeben
Durch Gottes blut!

9 Das beste bild steht auf Golgatha,
Herz und augen bleibt doch immer da.
Schaut den mann der schmerzen, vom haupt zum susse,
Freuet euch ewig der schweren busse
Die Jesus that.

10 O blut des bundes, beschwemme mich!
Heilige wundenfluth, ich tränke dich.
Ja mein Osterlämmlein, dich muß ich essen,
Ganz satt und trunken will ich vergessen,
Was mich noch drückt.

11 Berkündigt werde dein bitter tod!
Rühmen will ich deine leidensnoth.
Bis du selbst erscheinest, Nichts will ich wissen
als daß dein tod mic herausgerissen
Aus aller furcht.

12 In diesem glauben behalte mich!
so hab ich gnug hier und ewiglich.
Dir sey halleluja, preis, dank und ehre.
Für deine wunden, und für die lehre
Von deinem creutz!



Source: Erbauliche Lieder-Sammlung: zum gottestdienstlichen Gebrauch in den Vereinigten Evangelische-Lutherischen Gemeinen in Pennsylvanien und den benachbarten Staaten (Die Achte verm. ... Aufl.) #92

Author: Ernst Gottlieb Woltersdorf

Woltersdorf: Ernst Gottlieb W., as a hymn writer, preacher, prolific writer and educators in the field of Erbauungslitteratur one of the most outstanding representatives of pietistic healthy heart and mind towards the middle of the 18th Century. He was born on 31 May 1725 as the sixth son of the preacher to Gabriel Luke Friedrichsfelde in Berlin, who was appointed 10 years after its birth as a preacher at the St. George Church in Berlin. The blessing of a serious Christian education accompanied him to the Berlin High School to the gray convent, from which he received in 1742, only 17 years old, the University of Halle, to be under the direction of the pietistic school teachers belonging to J. Lange, Michael, Baumgarten and Knapp to pay the… Go to person page >

Text Information

First Line: Mein Trost und Anker in aller Not
Author: Ernst Gottlieb Woltersdorf
Language: German
Copyright: Public Domain

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