562. Herr Gott! mein jammer hat ein end

1 Herr Gott! mein jammer hat ein end,
Ich fahr aus diesem leben,
Mein seel befehl in deine händ,
Dei du mir hast gegeben.
Ich bitte, Herr! sey gnädig mir,
Und nim mich väterlich zu dir,
Mein geist nach dir steh sehner.

2 Weil ich hier leb in dieser zeit,
Hab ich viel sünd begangen,
Dein väterlich barmherzigkeit
Nicht dankbarlich empfangen;
Das reuet mich von herzensgrund,
All augenblick und alle stund
laß mich, Herr, gnad erlangen.

3 Mein hoffnung steht zu aller frist
Auf deine grosse güte,
Und meinen Heiland, Jesum christ,
Der wolle mich behüten,
Daß ich nicht weich von deiner gnad,
Und wir des feindes macht nicht schad,
Noch sein grausames wüten.

4 Für mich hat Christus gnug gethan,
Am creutzes-stamm gelitten,
den sehe ich im glauben an,
Für mich hat er gestritten.
Tod, höll und teufel überwund,
Und sie vertilget gar zu grund,
Und ihre macht zerschnitten.

5 Des tröst ich mich, mein Herr und Gott;
Will mich darauf verlassen,
Daß mir nicht schad der leiblich tod,
Froh fahr ich meine strassen
Zu meinem Herren Jesu Christ,
Der jetzund mein begleiter ist,
Das weiß ich bester massen.

6 Amen, das ist gewißlich wahr,
Und kan mich nicht betrügen,
Daß ich ins ew'ge leben fahr,
Mein glaub wird mirs nicht lügen;
Ich will mit Christo ewiglich
Und allen heil'gen seliglich,
Des todes macht besiegen.

Text Information
First Line: Herr Gott! mein jammer hat ein end
Language: German
Publication Date: 1826
Topic: Vom Tode und der Auserstehung; Death and Resurrection
Notes: Mel. Wann mein stündlein vor.
Tune Information
(No tune information)



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